Spirituosen, Genussmittel oder Wirtschaftsschädling?

Spirituosen, Genussmittel oder Wirtschaftsschädling?Jeder Mensch ist bestrebt, sich sein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Erst wenn man die Zeiten des Privat- und Arbeitslebens, Freizeit und Hobby, ruhig, gelassen, selbstbestimmt und mit Freude wahrnehmen kann, zählt man zu den beneidenswerten Genießern. Die Zahl der Ästheten, Genussmenschen, Kenner und Gourmets steigt auch hierzulande stetig an. Deutschland ist längst zu einem „Land der Genießer“ geworden. Deshalb ist es nur natürlich, dass zu einem guten Essen, einem geruhsamen und entspannten Feierabend, einer geselligen Runde oder einem feudalen Fest, auch ein „edler Tropfen“ gehört. Somit ist Alkohol aus unserem täglichen Leben kaum noch wegzudenken.

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts sagte der Theaterdirektor in Goethes Faust „…Euch ist bekannt, was wir bedürfen, wir wollen starke Getränke schlürfen...“. Bekanntlich war der große Dichterfürst den „geistigen Getränken“ keineswegs abgeneigt. Wann, wie oft und, vor allem, wie viel sich das Universalgenie munden ließ, ist weniger bekannt.
Wesentlicher exakter dagegen lässt sich der Verbrauch an Spirituosen in unserer heutigen Gesellschaft definieren. Jeder bundesdeutsche Bürger verzehrt durchschnittlich rund 5,5 Liter pro Jahr an Spirituosen. Damit nahm jeder Deutsche ungefähr 1,8 Liter reinen Alkohol in Form von Spirituosen zu sich. Zum Vergleich, der jährliche Bierkonsum betrug im gleichen Jahr 107 l (entspricht ca. 5,2 l Alkohol), bei Wein waren es 20,5 l (entspricht 2,3 l Alkohol), bei Schaumwein 3,9 l (entspricht 0,4 l Alkohol). Als Hersteller der oft und viel begehrten „Brände“ liegt Deutschland innerhalb der Europäischen Union mit knapp 4 Millionen Hektolitern auf Platz 3.
Die etwa 3000 Mitarbeiter in 50 Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern, meist mittelständischen Brennereien in den alten und neuen Bundesländern, sind somit ein wichtiger Arbeitgeber. Darüber hinaus ist ihr jährlicher Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro ein nicht zu verachtender Wirtschaftsfaktor. Immerhin darf sich das Finanzministerium jedes Jahr über mehr als 2,1 Milliarden Euro an Branntweinsteuer freuen.
Überdies kann aber der regelmäßige und vor allem unkontrollierte Verzehr von Alkohol zur echten Bedrohung, zu Volks- und Suchtkrankheiten werden. Die Versuchung ist ebenso groß wie die schier unendliche Auswahl an qualitativ mehr oder weniger hochwertigen Spirituosen, die uns mit massiver Werbung tagtäglich schmackhaft gemacht werden sollen.

Historischer Abriss

Historischer Abriss

Schon die alten Römer und Griechen waren der Herstellung von Alkohol kundig. Sie benutzten ihn zunächst überwiegend zur inneren und äußeren Anwendung sowie bei der Bekämpfung von Krankheiten und Allergien.

Der Verzehr von berauschenden Getränken ist allerdings weitaus länger bekannt. So beschreibt etwa ein kulturhistorischer Abriss im Buch „Genussmittel - ein kulturgeschichtliches Handbuch“ zum Thema Beginn des Konsums von Alkohol „Der Konsum von Alkohol kann bis ins Jahr 8000 vor Christus zurückverfolgt werden, als im vorderen Orient die Ackerbaukulturen begannen, aus dem angebauten Getreide Bier zu brauen. Die Geschichte des Weins reicht nicht ganz so weit zurück.

Erst die Ägypter erzeugten ab dem 4. Jahrtausend vor Christus systematisch ein Getränk, das unserem Wein vergleichbar ist. Parallel zum Prozess des Sesshaft Werdens kam es in zahlreichen Kulturkreisen der Welt zu den ersten getreideanbauenden Kulturen. Unterschiede ergaben sich bei der Art des Getreides und dem Beginn der Braukultur. In Ostasien kam das Hirse- und Reisbier im 4. Jahrtausend vor Christus auf, in Amerika das Maisbier im 3. Jahrtausend vor Christus und in Afrika das Hirsebier im 2. Jahrtausend vor Christus“.

Alkohol ist keine Erfindung der Neuzeit. Bereits seit dem 11. Jahrhundert weiß man um die Kunst des Destillierens und Herstellung hochprozentiger Getränke. Wer dieses Verfahren genau erfunden hat, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Man weiß jedoch, dass bereits Mönche im Mittelalter das Destillieren nicht nur beherrschten, sondern die entsprechenden Prozeduren auch kontinuierlich verfeinert haben.
Durch das Verfahren des Destillierens wurde es möglich, Alkohol und Wasser voneinander zu trennen. Alkohol hat einen Siedepunkt von etwa 78 Grad Celsius, Wasser einen Siedepunkt von 100 Grad Celsius. Zunächst fand der Alkohol primär in medizinischen Produkten und in kosmetischen Artikeln Verwendung. Schon bald jedoch erlangte er durch den Zusatz unter anderem von Fruchtessenzen sowie diversen Geschmacksstoffen eine ganz besondere Note und wurde dadurch mehr und mehr auch zum reinen Genussmittel. Den Alkohol, der in Getränken zum menschlichen Verzehr enthalten ist, nennt man Ethanol. Alkoholische Getränke werden aus unterschiedlichen Rohstoffen produziert. Mithin gibt es riesige Mengen an mehr oder weniger hochprozentigen Getränken, die heute unter anderem auch in Internetshops, Supermärkten, Tankstellen und Kiosken vertrieben werden.
Ganz genau beschreibt der „Bundesverband der Spirituosen-Industrie und Importeure e. V.“ (BSI) das Herstellungsverfahren. „…Auch wenn sie jahrhundertelang geheimnisumwittert war – die Destillation von Alkohol ist weder magisch noch kompliziert, sondern auch für jeden Laien verständlich.
Grundlage jeder Destillation ist die Gärung. Dabei wird der in den Grundstoffen enthaltene Zucker durch Zusatz von Hefepilzen in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Je nach Getränk werden verschiedene Grundstoffe verwendet. Am gebräuchlichsten sind Weintrauben, anderes Obst oder Gerste. Die bei der alkoholischen Gärung entstehende Flüssigkeit wird Maische genannt, ihre Temperatur erhöht sich im Laufe des Prozesses.
Der Gärvorgang beginnt üblicherweise sehr schnell und verlangsamt sich im Laufe der Zeit, bis er nach einigen Wochen aufhört. Bei diesem Prozess entstehen zwei Sorten von Alkohol, der giftige Methylalkohol und der genießbare Äthylalkohol, er wird auch „Weingeist“ genannt. Der ungenießbare Methylalkohol wird während des Vorgangs ausgeschieden. Nach Abschluss des Gärprozesses wird die Maische destilliert. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Verfahren, der Destillation im einfachen Brennkolben und dem Brennvorgang in Rektifizieranlagen…“.

Die Destillation im einfachen Brennkolben

Die Destillation im einfachen Brennkolben

Bei der Destillation mit Hilfe des Brennkolbenverfahrens sind vor allem die Pot-Still-Methode und der Alambic gebräuchlich. Der Alambic ist eine kleine kupferne Brennblase. In ihr wird die vorgewärmte Maische über offenem Feuer erhitzt. Die dabei entstehenden Dämpfe gelangen in den Kondensator, wo das Kondensat abkühlt und verflüssigt wird. So entsteht der Raubrand, der noch weitere zwei- bis dreimal destilliert wird. Beim letzten Durchlauf werden Vor- und Nachlauf vom Mittellauf getrennt, denn nur dieser wird weiterverarbeitet.

Die Weiterentwicklung des Alambic ist die Pot-Still-Methode. Sie wird hauptsächlich bei der Whisky-Destillation verwendet. Hier findet die Destillation in zwei Kupferkesseln statt.


Das Rektifizierverfahren

Das Rektifizierverfahren

Um große Mengen hochkonzentrierten Alkohols herzustellen, wird häufig das 1831 von Aeneas Coffey perfektionierte Rektifizierverfahren angewendet. Dabei muss das Brenngut nicht für jeden Durchlauf neu in die Brennblase gefüllt werden, sondern es ist eine kontinuierliche Zuführung möglich. Bei dieser Methode läuft das Destillat in einen Sammelbehälter und wird je nach Bedarf weiterverarbeitet.


„Die Herstellung von hochprozentigem Genuss ist also alles andere als Zauberei, sondern solide Handwerkskunst – das Können bestimmt den Geschmack!“


Klassifizierungen

KlassifizierungenZu den Spirituosen, die aus dem Rohstoff Getreide entstehen, zählen zum Beispiel Korn (Klarer) und Whisky in ebenso unterschiedlichen wie nuancenreichen Geschmacksrichtungen, Wodka und diverse Reisschnäpse. Sie alle gehören zu den so genannten „Getreidebränden“. Amaretto und Sambuca, Fernet und Grand Marnier beispielsweise werden dagegen unter dem Oberbegriff „Liköre“ zusammengefasst. Ebenfalls beliebt sind Gin und Genever. Beide sind Wacholderschnäpse, während zum Beispiel Arak und Ouzo den Spirituosen mit Anis zugeordnet werden. Aquavit wiederum ist ein Kümmelschnaps. Kirschwasser und Mirabellenbrand, Calvados und Williams Christ Birne gehören zu den so genannten Obstbränden.


Definition des Alkohols

Definition des AlkoholsDen für den menschlichen Verzehr geeigneten Alkohol nennt man Ethanol. Er entsteht durch die sogenannte „alkoholische Gärung“. Dazu braucht man eine Maische, bei der entweder Stärke in Zucker umgewandelt wird, wie bei Getreide und Kartoffeln, oder eine Maische, die aus zerkleinerten Fruchtstücken besteht, die bereits Zucker enthalten und aus denen durch Vergären sich der Alkohol direkt herstellen lässt. Die Gärungsprozesse kann man variieren, sie können von unterschiedlicher Dauer sein. Das Ergebnis wird jedoch immer ein Alkoholgehalt von maximal 18 Volumenprozenten sein. Eine Erhöhung dieses Alkoholgehalts kann lediglich durch mehrmaliges Destillieren erreicht werden. Hierbei entstehen allerdings Stoffe, die beim Brennen nicht willkommen sind. Dazu gehören unter anderem Fuselöle und Methanol.


Herstellung

HerstellungVereinfacht gesagt, werden Spirituosen durch die Vergärung von Getreide oder durch Einlegen von Obst hergestellt. Durch die anschließende Destillation, dem sogenannten „Brennen“, erhält man ein hochprozentiges Konzentrat, welches durch Hinzufügung von Wasser, eventuell auch Aromastoffen, erst einwandfrei genießbar wird. Spirituosen müssen einen Alkoholgehalt von mindestens 15 Prozent aufweisen. Einzige Ausnahme hier ist der Eierlikör.


Edle Tropfen

Weinbrand & Cognac

Weinbrand & CognacDer Weinbrand gehört zu den ältesten uns bekannten Spirituosen. Er wird aus einem Weindestillat gewonnen. Der BSI definiert  „…Wie zwei Brüder, Weinbrand und Cognac sind eng miteinander verwandt…“. Beide Spirituosen entstehen aus einem Weindestillat. Trauben für den Cognac stammen aus dem französischen Weinbaugebiet „Charente“, seine Bezeichnung ist gesetzlich geschützt. Die Trauben des Weinbrands hingegen unterliegen keiner Herkunftsbeschränkung. Bei der großen Vielfalt der Spirituosen gehört der Weinbrand wohl zu denjenigen mit der ältesten Geschichte. Bereits 1321 enthielt ein deutschsprachiges Dokument einen Hinweis auf gebrannten Wein. Damals galt er jedoch als Heilmittel und wurde nur in Apotheken verkauft.

Der Cognac hat sich seit mehreren hundert Jahren zu einem der international bekanntesten Erzeugnissen Frankreichs entwickelt. Der Überseehandel der französischen Weinbauern war Grund für seine Entwicklung. So hatten die Winzer festgestellt, dass Weine lange Seereisen nicht überstanden. Dies brachte sie auf den Gedanken, ihre Weine durch Destillation zu verstärken und zu konzentrieren. Der so konzentrierte Wein musste mit Wasser getrunken werden, um den Geschmack wiederzuerlangen.
Erst im 17. und 18. Jahrhundert wurde es üblich, den Weinbrand in Fässern aus Eichenholz zu lagern, wodurch er seine Schärfe verlor und seine typische goldbraune Farbe erlangte.


Die Weinband-Herstellung

Die Weinband-HerstellungDie Qualität eines Weinbrands beginnt bei der Auswahl geeigneter Weine. Aus ihnen werden die Destillate gewonnen, die für Aroma und Geschmack des klassischen Weinbrands ausschlaggebend sind. Der Destillationsvorgang vollzieht sich im Wesentlichen in zwei Schritten, in der Herstellung des „Raubrandes“ und der Gewinnung des „Feinbrandes“. Der erste Destillationsschritt des „Brandes“, enthält noch unerwünschte Stoffe, die beim zweiten Schritt, der Destillation, herausgefiltert werden.
Dabei wird unterschieden in Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf. Der für Aroma und Geschmack wichtige „Feinbrand“ ist hierbei der Mittellauf. Das ist eine wasserhelle Flüssigkeit mit einem Alkoholgehalt von etwa 70 % vol. Ihm steht jetzt eine Zeit des Reifens bevor. Am Ende der Reifezeit wird aus Destillaten verschiedener Herkunft und verschiedener Jahrgänge eine harmonische Mischung komponiert.


Die Cognac-Herstellung

Die Cognac-Herstellung

Der Cognac verdankt seine Originalität der strengen Abgrenzung des Herstellungsgebietes, dem Boden, dem Klima und den Rebsorten. Die Destillation erfolgt im Charentaiser Brenngerät, das im Prinzip dem entspricht, das seit Jahrhunderten in der Charente verwendet wird. Auch wurden die zwei aufeinander folgenden Brennvorgänge auf offenem Feuer beibehalten.


Der Genuss

Der Genuss

Weinbrand und Cognac werden gern zum Abschluss einer guten Mahlzeit getrunken. Sie werden eigens in für sie geschaffenen Schwenkern oder Tulpengläsern gereicht. Besonders Weinbrand wird oft mit Cola, Tonic Water, Apfelsaft, Orangensaft oder Sodawasser als erfrischender Longdrink gemischt. Die „Brüder“ Weinbrand und Cognac sind darüber hinaus Basis vieler Cocktails.


Aquavit

AquavitAquavit ist eine Spirituose mit Kümmel, der u. U. auch Dillsamen zugefügt werden können.  Der Mindestalkoholgehalt von Aquavit beträgt 37,5 Volumenprozente. Es dürfen zwar weitere Aromastoffe verwendet werden, jedoch muss der überwiegende Teil aus Kümmel- und/oder Dillsamen stammen.


Korn sprich „Klarer“

Korn sprich „Klarer“Den klassischen Korn, den man auch als „Klaren“ bezeichnet, kennt man bei uns seit etwa 600 Jahren. Er zählt zu den typisch deutschen Spirituosen und wird bei nahezu allen Gelegenheiten getrunken. Für den Korn ist ein Mindestalkoholgehalt von 32 Prozent vorgeschrieben. Beim Destillieren darf nur Maische aus vollem Korn, also Hafer und Gerste, Roggen und Weizen sowie Buchweizen verwendet werden. Jegliche andere Zutat ist schlichtweg verboten. Hierzu definiert der BSI in der Verordnung EWG Nr. 1576/89 das Erzeugnis als eine Spirituose, die ausschließlich durch Destillieren von vergorener Maische aus dem vollen Korn von Weizen, Gerste, Hafer, Roggen oder Buchweizen gewonnen werden darf.
Zwar schreibt das Gesetz für die Herstellung von Korn lediglich einen einfachen Brand durch Destillation vor, in dem der so genannte Raubrand gewonnen wird. Heute ist jedoch eine zweite Destillation üblich, welche die Spirituose wesentlich „reiner“ macht und ihr damit auch einen besseren Geschmack verleiht. Der Mindestalkohol für einen Doppelkorn liegt bei 37,5 Prozent. Er wird mindestens drei Mal gebrannt. Demzufolge muss eine Spirituose zwingend in Deutschland oder zumindest in einem deutschsprachigen Land hergestellt werden, um die Bezeichnung „Korn“ tragen zu dürfen.


Whisky

WhiskyWhisky hat einen Mindestalkoholgehalt von 40 Prozent. Dieses oft auch als „Seele Schottlands“ bezeichnete Getränk wird ebenfalls nur aus Getreide wie Weizen, Gerste und Roggen unter Zugabe von Malz gebrannt. Es handelt sich beim Whisky also ebenfalls um ein Destillat aus einer Getreidemaische. Whisky muss grundsätzlich in Holzfässern mit einem maximalen Fassungsvermögen von 700 Litern lagern. Die vorgeschriebene Mindestzeit dafür beträgt drei Jahre. Ein qualitativ guter Whisky lagert in der Regel wesentlich länger. Man unterscheidet zwischen irischem (Irish) und schottischem (Scotch), amerikanischem (Bourbon) und kanadischem (Canadian) Whisky.


Wodka

Wodka

Wodka wird aus Kartoffeln, Getreide oder Melasse hergestellt. Osteuropäer verwenden in den meisten Fällen Roggen als Rohstoff. Er verleiht dem Wodka seinen weichen und lieblichen Charakter. Polen dagegen nutzen bevorzugt Kartoffeln, um ihren etwas süßlicheren Wodka zu fabrizieren. Ein Reinheitsgebot für dieses Getränk besteht nicht. Wodka wird in osteuropäischen Ländern vorzugsweise aus Gläsern getrunken, die das fünffache Volumen unserer gewöhnlichen Schnapsgläser haben. Traditionelle Marken haben meistens einen Alkoholgehalt von rund 40 Prozent. Weil im Wodka kaum Fuselöle und auch keine sonstigen Beigaben wie Geschmacksstoffe usw. enthalten sind, entfällt beim Genuss dieses Getränkes die berüchtigte „Alkoholfahne“.

Gleichwohl: Völlig unabhängig hiervon können die Alkoholtestgeräte der Polizei selbstverständlich auch beim Verzehr von Wodka eine unzulässige Menge ebenso exakt identifizieren wie bei anderen alkoholischen Getränken auch.

Reisschnaps

ReisschnapsReisschnäpse sind vor allem im asiatischen Raum beliebt. Sake und Shochu aus Japan sowie Makgeolli aus Korea gelten wie auch Arrak als typische Spirituosen aus Fernost und werden überwiegend aus Reis hergestellt. Den berühmten japanischen Sake würde man bei uns wahrscheinlich weniger als „Schnaps“, sondern vielmehr eher als eine Mischung zwischen Bier und Wein bezeichnen. Dieses Getränk mit 15 bis 20 Volumenprozent Alkohol wird aus Reis, Wasser und Hefe hergestellt. Die Qualität dieser drei Zutaten bestimmt bei diesen Produkten auch die Güte des Endproduktes. Sake zeichnet sich besonders durch seine Milde aus. Das Getränk wird üblicherweise als fruchtig-süßer Aperitif serviert.
Shochu ist ein hochprozentiger Branntwein und wird vielfach auch „Japanischer Wodka“ genannt. Hergestellt wird dieses aus China und Korea eingeführte Getränk, das zwischen 35 und 40 Volumen Prozent Alkohol hat, aus Reis oder Süßkartoffeln, Gerste oder Zuckerrohr. Nach mehreren Wochen der Fermentierung wird Shochu destilliert. Anschließend wird dieser Branntwein einige Monate eingelagert. Man unterscheidet zwei Sorten des Shochu: „Imo-jochu“ schmeckt nach Mandeln. Das „Korui Shochu“ ist durch mehrmaliges Destillieren einerseits hochprozentiger, andererseits allerdings nahezu geschmack- und  geruchlos. Deshalb eignet es sich besonders gut für Mixgetränke und Longdrinks. Deshalb sind beide Sorten bei den jungen Leuten in Japan sehr beliebt. Jugendliche ziehen ihn inzwischen dem Sake vor und trinken ihn kalt oder auch mit heißem Wasser.


Makgeolli

MakgeolliSüß und milchig trübe ist Makgeoli, ein altes koreanisches Getränk. Es hat nur einen geringen Alkoholgehalt und wird vorzugsweise in großen Schalen aus Holz oder Metall serviert. In vielen asiatischen Märkten ist Makgeolli heute auch in Flaschen zu haben und erfreut sich besonders bei den jungen Einwohnern Koreas großer Popularität.


Südostasiatischer Arrak

Südostasiatischer ArrakAls eine der ältesten Spirituosen überhaupt gilt der Arrak. Dabei handelt es sich um einen Reisschnaps, der zwischen 35 und 70 Volumenprozent Alkohol haben kann. Der südostasiatische Arrak wird aus Palmsaft und Reismaische oder aus Zuckerrohr und Reismaische hergestellt. Je nach der verwendeten Zutat erinnert das Getränk von seinem Geschmack her am ehesten an Whisky und an Rum.


Liköre

Amaretto

AmarettoZu den klassischen Fruchtlikören gehört der italienische Amaretto. Er besteht aus Alkohol, der aus Mandeln und Aprikosenkernen gewonnen wird und ihm seinen unverwechselbaren Geschmack verleiht. Hierfür sind besonders Zusätze wie Zuckersirup und ausgesuchte Gewürze verantwortlich. Den Amaretto lassen sich anspruchsvolle Zeitgenossen mit verwöhntem Gaumen seit etwa Mitte des 16. Jahrhunderts munden. Die vielen unterschiedlichen Varianten dieses Likörs beruhen auf eine Vielzahl von Gewürzen, welche dem Amaretto je nach Fabrikant und Herstellungsweise beigemischt werden. Das süße bernsteinfarbene Getränk hat in der Regel 25 bis 29 % Volumenprozent Alkohol.


Sambuca

Sambuca Der Sambuca wird meistens als so genannter „Verdauungsschnaps“ getrunken. Dieses Getränk hat seinen Ursprung im mittleren Westen Italiens. Der farblose Likör hat 38 bis 42 Volumenprozent Alkohol und wird nicht selten mit einer Kaffeebohne serviert. Alternativ wird er auch gern flambiert gereicht.

Bitterlikör

BitterlikörViele im Volksmund gern als „Magenbitter“ bezeichnete Getränke zählen zu den so genannten Bitterlikören. Sie sind vor allem als „Verdauungsschnaps“ begehrt. Das Gesetz schreibt für diese auch „Kräuterlikör“ genannten Spirituosen einen Mindestalkoholgehalt von 15 Prozent vor. Meistens jedoch haben sie einen wesentlich höheren Alkoholgehalt und werden deshalb oft auch für die Herstellung von Longdrinks genutzt.


Grand Marnier

Grand MarnierZu den exklusiveren Gattungen dieser Getränke gehört der französische Likör „Grand Marnier“. Diese flüssige Gaumenfreude mit einem Alkoholgehalt von 40 Volumenprozenten wird in mehreren Varianten angeboten. Cognac und Bitterorangen sind wesentliche Bestandteile des klassischen Getränks. Die einzelnen Varianten resultieren in der Hauptsache aus der Verwendung unterschiedlicher Cognac-Sorten.

Gin

GinEin guter Gin hat in der Regel einen Alkoholgehalt von mehr als 40 Volumenprozenten. Vom Gesetz vorgeschrieben ist ein Mindestalkoholgehalt von 37,5 Volumenprozenten. Wacholderbeeren und Koriander verleihen dem Getränk sein spezifisches Aroma. Diese Gewürze werden der Kornmaische üblicherweise bereits vor dem Destillieren zugefügt. Es gibt jedoch noch andere Aromaträger, die das Aroma des Gins ausmachen. Hierzu gehören unter anderem Muskat, Ingwer und Orangenschalen. Je nach Hersteller variiert sowohl die Liste der Zutaten als auch der Alkoholgehalt. Der Gin ist Nachfolger des in Holland und Belgien produzierten Genevers.


Genever

Genever Der Genever hat einen Mindestalkoholgehalt von 35 Prozentvolumen. Der Name entstammt dem niederländischen Begriff „Jenever“ und der französischen Bezeichnung „Genévrier“ , beide für „Wacholder“. Bekannte Produktionsstätten sind Schiedam in den Niederlanden sowie Hasselt in Belgien.

Die genannten Spirituosen erheben keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll diese kleine Auswahl einen Überblick über die bei uns am häufigsten verzehrten alkoholischen Getränke vermitteln, wobei Weine und Biere Klassifizierungen für sich darstellen und deshalb bewusst nicht berücksichtigt wurden.


Alkoholismus

AlkoholismusDer Genuss aller „edlen Tropfen“ ist aus unserer heutigen Gesellschaft kaum noch wegzudenken. Anlässe hierzu gibt es genug. Verlobungsfeier und Hochzeit, Geburtstagsparty und Jubiläen, Beförderungen und Einzug in die neue Wohnung, sind Gelegenheiten genug und nur ein paar Beispiele, bei denen oft und gern mit Spirituosen angestoßen wird. Aber: Alkohol ist auch eine Droge, die leicht zu Abhängigkeit mit all ihren Folgen führen kann. Wer sich regelmäßig das berühmte „Feierabendbier“, das „Gläschen Wein zum besseren Einschlafen“ oder nur wenige „Kurze“ zur Stabilisierung des Kreislaufs munden lässt, droht unbemerkt in die Abhängigkeit zu geraten und der Volkskrankheit Alkoholismus zu verfallen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass mittlerweile etwa 140 Millionen Menschen

weltweit alkoholabhängig sind. In den Vereinigten Staaten und Europa erfüllen 10 bis 20 Prozent der Männer und fünf bis zehn Prozent der Frauen irgendwann in ihrem Leben die Kriterien für Alkoholismus. Bereits vor rund zehn Jahren wurde der volkswirtschaftliche Schaden allein in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 20 und 40 Milliarden Euro geschätzt. Weitere beängstigende Zahlen sind die Behandlungskosten für Alkoholkranke. Sie betragen jährlich stattliche zehn Milliarden Euro. Die Folgekosten, die sich aus Arbeitsausfall, Frührente und Krankentagegeld ergeben, belaufen sich zusätzlich noch einmal auf rund 17 Milliarden Euro.

Wann ist man gefährdet?

Wann ist man gefährdet?

Einen exakt definierten Zeitpunkt, ab dem man alkoholabhängig ist, gibt es in dem Sinne nicht. Dennoch sollten bei gewissen Verhaltensweisen die Alarmglocken klingen. So zum Beispiel:

Wenn die Beschaffung und der Konsum von Alkohol das Leben zunehmend bestimmen. Typisch sind fortschreitender Verlust der Kontrolle über das Trinkverhalten bis zum zwanghaften Konsum, Vernachlässigung früherer Interessen zugunsten des Trinkens, Leugnen des Suchtverhaltens, Entzugserscheinungen bei vermindertem Konsum, Toleranz gegenüber Alkohol, der sogenannten „Trinkfestigkeit“  sowie bei Veränderungen der Persönlichkeit.
Heimliches Trinken gilt als besonderes Alarmsignal für eine massive Gefährdung durch Abhängigkeit von Alkohol. Der Begriff „Alkoholkrankheit“ wurde ab Mitte des 20. Jahrhunderts von mehreren Ärzten definiert. Elvin Morton Jellinek war ein Arzt, der zeitweise auch für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gearbeitet hat. Er setzte sich schließlich 1951 weltweit mit seiner Ansicht durch, dass Alkoholismus eine Krankheit sei.
Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) warnt, dass sechs Kriterien ausreichen, von denen drei oder mehr mindestens einen Monat lang oder bei kürzerer Dauer innerhalb eines Jahres wiederholt gleichzeitig vorhanden sein müssen, um die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms (F10.2) stellen zu können. Dazu gehören:

Starkes oder zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu konsumieren, dem sogenannten Craving
Verminderte Kontrollfähigkeit über Mengen, Beginn oder Ende eines Konsums, d. h. wird regelmäßig mehr Alkohol oder über einen längeren Zeitraum als geplant konsumiert oder besteht der anhaltende Wunsch und  Versuch, den Alkoholkonsum zu verringern oder zu kontrollieren, ohne dass  dies nachhaltig gelingt.
Körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder Konsumreduktion
Nachweis einer Toleranz, um die gewünschte Wirkung hervorzurufen, für die zunehmend größere Mengen an Alkohol erforderlich sind.
Einengung des Denkens auf Alkohol, d. h. Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkoholkonsums.
Anhaltender Substanzkonsum trotz gesundheitlicher und sozialer Folgeschäden für den Konsumenten, obwohl der Betroffene sich über die Art und das Ausmaß des Schadens bewusst ist oder bewusst sein könnte (z. B. Leberkrankheiten wie Leberzirrhose, eine Verschlechterung der kognitiven Funktionen, Verlust des Führerscheins oder Arbeitsplatzes, Trennung des Lebenspartners, Rückzug des Bekannten-und Freundeskreises etc.).

Im Gegensatz zu früheren ICD-Versionen müssen die „klassischen“ Symptome der körperlichen Abhängigkeit, d. h. Toleranz- und Entzugserscheinungen, nicht mehr unbedingt vorhanden sein, wenn ausreichend andere Symptome zutreffen.


Bilanz

BilanzBürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland dürfen sich getrost als Einwohner eines „Landes der Genießer“ bezeichnen und sich gerne auch entsprechend an kulinarischen Highlights erfreuen. Nur sollte man das richtige Maß nie aus den Augen verlieren. Moderat getrunken, kann sich Alkohol sogar positiv auf den menschlichen Körper auswirken. Auch das hat Johann Wolfgang von Goethe bereits früh erkannt. Der große Dichter sagte nämlich schon beizeiten „Es wechseln Pein und Lust. Genieße, wenn du kannst, und leide, wenn du musst!“


Lexikon

Lexikon

A

  • Amaretto
    ein klassischer italienischer Fruchtlikör, Aromastoffe sind Mandeln und  Aprikosenkerne
  • Aquavit
    ein so genannter „Verdauungsschnaps“, der stark nach Kümmel schmeckt und eiskalt in vorgekühlten Gläsern serviert wird
  • Arrak
    eine aus Reis hergestellte Spirituose, deren Geschmack an Rum und Whisky erinnert
  • Äthylalkohol
    zum Verzehr geeigneter Alkohol, den man auch „Weingeist“ nennt
  • Alkohol
    eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit mit einem brennenden Geschmack

 

B

  • Brände
    Brände sind die Flüssigkeiten die durch die Destillation einer alkoholartigen Maische aus Agrarprodukten gewonnen wird
  • Branntwein
    eine Spirituose, die durch Destillation hergestellt ist einen Mindestalkoholgehalt von 15 Volumenprozent hat
  • Branntweinsteuer
    in Deutschland werden Branntwein und branntweinhaltige Getränke nach dem Gesetz über das „Branntweinmonopol“ besteuert
  • Brennerei
    eine Produktionsstätte, in der Spirituosen hergestellt werden, wird auch „Destillerie“ genannt

C

  • Calvados
    40 – 45-prozentiger Apfelbranntwein aus der französischen Normandie
  • Charentaiser Brenngerät
    Gerät zum Destillieren, welches bei der Cognac-Herstellung benutzt wird
  • Charente
    Landschaft und Departement in Frankreich
  • Cognac
    französische Stadt im Departement Charente

D

  • Destillieren
    thermisches Trennverfahren, bei dem zum Beispiel zwei Flüssigkeiten  voneinander getrennt werden

E

  • Ethanol
    Bestandteil alkoholischer Getränke

F

  • Feinbrand
    die zweite Destillation des Raubrandes
  • Fernet
    italienischer Magenbitter, der aus 40 Kräutern, Pflanzen und Gewürzen hergestellt wird

G

  • Gärung
    biochemischer Prozess, bei dem unter anderem Kohlehydrate und Glukose zu Trinkalkohol und Kohlenstoffdioxid abgebaut werden
  • Genever
    Spirituose mit Wacholdergeschmack, die vorwiegend in Holland und Belgien hergestellt wird
  • Gin
    wurde aus dem Genever entwickelt; hat einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent
  • Grand Marnier
    exklusiver französischer Likör mit dem Geschmack von Cognac und Bittermandeln

I

  •  

J

  •  

K

  • Kirschwasser
    aus vollreifen Kirschen hergestellter Obstbrand, der in Steingut- und Glasflaschen gelagert wird
  • Klarer
    siehe „Korn
  • Korn
    meistens zweifach destillierter „Schnaps“, der besonders in Norddeutschland zu fast jeder Gelegenheit getrunken wird
  • Kümmelschnaps
    Abwandlung von Aquavit, hat seinen Ursprung in Skandinavien

L

  • Likör
    besonders aromatische Spirituose mit hohem Zuckergehalt

M

  • Maische
    beim Maischen wird entweder Stärke in Zucker umgewandelt, oder der Zucker in Alkohol vergärt
  • Methylalkohol
    dient hauptsächlich als Ausgangsstoff bei der Produktion von Formaldehyd sowie Ameisen- und Essigsäure
  • Mirabellenbrand
    hochwertiger Obstbrand aus Mirabellen
  • Mittellauf
    hochwertiges „Herzstück“ der Destillation

N

  • Nachlauf
    entsteht beim Destillieren nach dem „Mittellauf“ und ist leicht verwässert

O

  • Obstbrand
    Spirituose, die nur aus einwandfreien, reifen und gründlich gereinigtem  Obstsorten hergestellt wird
  • Ouzo
    griechische Spirituose, wird aus reinem Alkohol unter Zusatz von Anis und Fenchel hergestellt

P

  •  

Q

  •  

R

  • Raubrand
    der gesamte Alkohol, der zu Beginn des Brennvorganges aus der Maische  gewonnen wird
  • Reisschnaps
    Spirituosen, die vor allem in Fernost aus Reis hergestellt werden
  • Rektifizieranlage
    Alkohol kann in einer Rektifizieranlage mit 40 und mehr Böden batchweise auf 96 Volumenprozent erhöht werden

S

  • Sambuca
    farbloser Likör aus Italien, wird oft mit einer Kaffeebohne serviert

T

  •  

U

  •  

V

  • Vorlauf
    das beim Brennen von Spirituosen zu Beginn entstehende Destillat, welches giftige Bestandteile enthalten kann und für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist

W

  • Weinbrand
    aus einem Weindestillat gewonnene Spirituose
  • Whisky
    ein alkoholisches Getränk, das durch Destillation aus Getreidemaische entsteht und mindestens drei Jahre in Holzfässern reifen muss
  • Williams Christ Birne
    ein Obstbrand, bei dem ausschließlich die im Produktnamen bezeichnete Obstsorte enthalten sein darf
  • Wodka
    farblose Spirituose ohne Zusatz von Geschmacksstoffen


FAQ

FAQ

Kann und darf ich alkoholische Getränke für meinen Eigenbedarf herstellen?

Ja, Wein und Bier darf man selbst herstellen. Allerdings sind die Mengen auf den eigenen Bedarf beschränkt. Will man andere Spirituosen - wenn auch lediglich für den Eigenbedarf - herstellen, braucht man eine Erlaubnis zum Brennen. Wie man dieses so genannte Brennrecht jedoch nicht hat, kann man sich mit dem Kauf von Alkohol behelfen.

Wie hoch ist der jährliche Gesamtumsatz der Spirituosenhersteller In Deutschland?

In Deutschland betrug der Jahresumsatz 2012 ca. 4,5 Milliarden Euro.

Wie ist die Spirituosenindustrie in Deutschland strukturiert?

2013 erwirtschafteten in Deutschland 39 Betrieben 2.537 Mitarbeiter und Angestellte einen Umsatz von knapp 1,8 Milliarden Euro. Einschließlich der Importe schätzt das Statistische Bundesamt den Umsatz auf ca. 4,5 Milliarden Euro.

Wie viele Spirituosen, Weine und Biere werden in Deutschland jährlich produziert?

2013 waren es 533 Millionen Flaschen Spirituosen (0,7 Liter), 1,132 Milliarden Flaschen Wein (0,75 Liter) und 18,873 Milliarden Flaschen Bier (0,5 Liter).

Wie hoch war der Anteil der einzelnen Spirituosen am Gesamtangebot?

2013 betrug der Anteil der Liköre 28 %, Wodka (17,1 %), Korn und andere klare Spirituosen (incl. Steinhäger) 14,2 %, Rum, Arrak, Taffia (13,7 %), Whisky (10,2 %), Weinbrand und Cognac (7,5 %), Obstbrände (6,1 %), sonstige Spirituosen (2,2 %) sowie Gin, Genever und Wacholder (1 %).

Ab wann ist man alkoholgefährdet?

Es gibt keine genauen Richtwerte, die sich problemlos auf jeden Verbraucher anwenden lassen. Mediziner aber geben folgenden Rat: männliche Personen sollten nicht mehr als 24 Gramm reinen Alkohols pro Tag zu sich nehmen, weibliche Personen nur 12 Gramm. 24 Gramm reiner Alkohol ist zum Beispiel schon in zwei Gläsern Bier (á 0,25 Liter) oder zweieinhalb Gläsern Sekt (á  0,1 Liter) enthalten.

Welche Maßnahmen fordern Politiker zur Eindämmung des Alkoholmissbrauchs?

Warnhinweise, Preiserhöhungen und Werbeverbote sind nur einige der Forderungen aus der Politik. Die Spirituosenindustrie lehnt diese Maßnahmen jedoch ab und weist darauf hin, dass 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland verantwortungsvoll mit dem Alkohol umgehen. Sie sieht vor allem den verantwortungs- und genussvollen Umgang von Alkohol und betrachtet ausschließlich den Missbrauch als Problem und fordert in diesem Zusammenhang mehr Aufklärung und Prävention.

Wie viele alkoholische Getränke verzehren die Bundesbürger im Jahr?

2013 teilte sich der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland wie folgt auf
Bier: 106,6 Liter
Spirituosen: 5,5 Liter
Weine: 21,1 Liter
Schaumwein: 4,0  Liter


Linkliste zu serösen Webseiten

Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Spirituosen
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Spirituosenherstellung
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholkrankheit

Forschung – Universitäten – Hochschulen

http://www.hs-geisenheim.de/forschungszentren/weinforschung-und-verfahrenstechnologie-der-getraenke.html
http://www.hochschule-rhein-waal.de/nc/pressemitteilungen/presse-details/article/die-destillation-von-braenden-aus-der-region.html
http://www.weininstitut-muenchen.de/weinkurse/wset_kurs_informationen/151/level-3-alles-ueber-wein-und-spirituosen/
http://www.hs-lausitz.de/service/aktuelles/mitteilungen-informationen/detail/date/2012/12/22/science-academy-mit-brisanter.html

Verbände

http://www.dlg-verbraucher.info/de/lebensmittel-wissen/warenkunde/spirituosen.html

Wissen

http://www.bsi-bonn.de/print/lexikon/historie/
http://www.spirituosenworld.de/spirituosen_info.html
http://arthur.naegele.name/?page_id=69
http://www.netzwissen.com/getraenke/spirituosen.php
http://www.whiskyundspirituosen.de/Spirituosen-Wissen:_:26.html
http://www.alkoblog.de/
http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/rauschmittel/alkohol/
http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/
http://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/spirituosen/8267
http://www.transgen.de/datenbank/lebensmittel/270.spirituosen.html
http://www.vomfass-wien.at/wissen/was-ist-der-unterschied-zwischen-geist-und-brand.html
http://www.erbsloeh.com/downloads/de/Kleinbrennerei_Ausgabe03_ErbsloehGeisenheimAG_JuergenMeinl_AromastoffeinObstmaischen.pdf
http://www.dirk-lachenmeier.de/Absinth%20SPME%20534-539_DLR-2005.pdf
http://www.suchthilfe-magazin.de/sucht

Nachrichten

http://www.spiegel.de/thema/spirituosen/
http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/hochschule/artikel/der-richtige-drink-zur-richtigen-zeit/1030447/der-richtige-drink-zur-richtigen-zeit.html
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.forschungs-und-lehrbrennerei-schnaps-in-theorie-und-praxis.2e3f663e-c818-4408-9ebd-c35ca9a76c78.html

Messen

http://www.prowein.de/cipp/md_prowein/custom/pub/show,lang,1/oid,17013/~/Web-StartSearch/start_search

Suchthilfe

http://www.suchthilfe.de/
http://www.suchthilfe-magazin.de/?gclid=CKO9kNvc2cECFVNk7AodUnUAhw
http://www.palverlag.de/Alkoholsucht-Alkoholismus.html
http://www.diefleckenbuehler.de/suchthilfe/
http://www.psychotipps.com/Alkoholprobleme.html

Videos

Spirituosen
https://www.youtube.com/watch?v=Qip-bx2J9q0
https://www.youtube.com/watch?v=ozjRun-68hE

Alkoholkrankheit
https://www.youtube.com/watch?v=-msnT-AXKgY
https://www.youtube.com/watch?v=GJUBOO2HfRU
https://www.youtube.com/watch?v=KMTimtzQ77s
https://www.youtube.com/watch?v=PXeEgPyjGEQ
https://www.youtube.com/watch?v=Jc9aIQw5xUg



Back to Top